Bewährungsstrafe für chinesischen Spion
Mit der Kamera seines Kindes machte er heimlich Aufnahmen von einer Betonfirma in Oberbayern. Dafür soll der Chinese Yihe M. zu eineinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt werden und eine Geldstrafe zahlen.
80.000 Euro Schadensersatz - so viel soll der chinesische Geschäftsmann Yihe M. an die Betonfirma zahlen. Der zuständige Richter Rupert Heindl sagte, die Strafe falle relativ milde aus, weil der chinesische Geschäftsmann ein Geständnis abgelegt habe und schon seit September in Untersuchungshaft gewesen sei. Außerdem habe er sich von Vorwürfen gegen die Betonfirma distanziert, in denen er behauptet hatte, man wolle ein Exempel an einem „chinesischen Vorzeigespion” statuieren.
Urteil erst kommende Woche
Die offizielle Urteilsverkündung soll am 4. Dezember erfolgen, nachdem Yihe M. die Schadensersatzsumme an die oberbayerische Betonfirma gezahlt hat.
Im August hatte der Geschäftsmann die Firma öfter besucht, um ein gemeinsames Bauprojekt voranzutreiben. Dabei hatte er Aufnahmen gemacht, mit einer Videokamera am Gürtel, die er von seinem Kind geliehen hatte.
von Manuel Heckmair
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