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FC Bayern München

Der Kaiser geht, Mr. FC Bayern kommt

27. November 2009, 10:20 707 mal gelesen Keine Kommentare

Thronwechsel beim FC Bayern: Franz Beckenbauer tritt als Präsident zurück und macht Platz für Uli Hoeneß. Zwischen aktueller sportlicher und wirtschaftlicher Bilanz herrscht ein Klassenunterschied.

Abschied: Franz Beckenbauer hört als Bayern-Präsident auf (Quelle: Markus Eisele)

Abschied: Franz Beckenbauer hört als Bayern-Präsident auf (Quelle: Markus Eisele)

Immerhin noch einen Sieg zum Abschied als Manager. An diesem Freitag hört Uli Hoeneß nach 30 Jahren in dieser Funktion auf und will das Präsidentenamt von Franz Beckenbauer übernehmen. Am vergangenem Mittwochabend verließ er erleichtert die Allianz-Arena. Der FC Bayern hatte Maccabi Haifa mit 1:0 besiegt und die Chance auf das Achtelfinale in der Champions League gewahrt. Die sportliche Siutaion aber könnte besser aussehen. Wenn die Bayern am 8. Dezember gegen Juventus Turin verlieren, sind sie raus aus der Königsklasse. In der Bundesliga belegen sie momentan nur den siebten Tabellenplatz. Und Meister waren sie in der vergangenen Saison auch nicht. Das aber ist der Anspruch des Clubs.

Wirtschaftlich gut aufgestellt

Viel besser dagegen gestaltet sich die wirtschaftliche Situation. “Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir im Sommer Meister geworden wären und wir jetzt als Tabellenführer den Stab übergeben können. Aber auf der anderen Seite war es mir auch sehr wichtig, den Verein wirtschaftlich in einem guten Zustand zu überlassen. Die Basis für die Zukunft ist geschaffen und damit bin ich sehr zufrieden», sagte der 57-Jährige Hoeneß. Finanziell scheint der Verein auch wegen der aktuellen Entscheidungen gut aufgestellt: Der FC Bayern hat den erwarteten Vertrag mit Audi endgültig besiegelt. Wie Club und Unternehmen am Donnerstag einen Tag vor der Jahreshauptversammlung mitteilten, kauft der Ingolstädter Autobauer für 90 Millionen Euro 9,09 Prozent der FC Bayern München AG. Erst kürzlich präsentierte der Verein die Verlängerung mit dem Hauptsponsor Telekom: Bis 2013 sollen 25 Millionen Euro jährlich an den Club fließen. Neben den sportlichen Erfolgen der Vergangenheit (Deutscher Rekordmeister, Champions Leauge-, UEFA-Pokal- und Weltpokalsieger) ist Hoeneß vor allem für die wirtschaftliche Basis verantwortlich. Er ist der Mr. FC Bayern. (dpa)


von Markus Bauer

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