Wohnungsdurchsuchungen
Polizei jagt chinesische Spione
24. November 2009, 14:00
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Sie sollen im Auftrag des chinesischen Generalkonsulats die Uiguren-Gemeinde in der Landeshauptstadt ausspioniert haben: Jetzt durchsuchten Ermittler die Münchner Wohnungen von vier chinesischen Geheimagenten.
Die Münchner Wohnungen von vier mutmaßlichen chinesischen Spionen sind am Dienstag von der Polizei durchsucht worden. Die Agenten stehen unter Verdacht, für die chinesische Regierung die Uiguren-Gemeinde in der Landeshauptstadt ausspioniert zu haben, wie eine Nachrichten-Website berichtet.
Nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft soll die Agentengruppe aus dem chinesischen Generalkonsulat in München heraus von einem Diplomaten gesteuert worden sein. Die Polizei wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren.
Die Uiguren sind eine islamische Volksgruppe in China. In ihrer Heimatprovinz Xinjiang gab es in diesem Jahr blutige Auseinandersetzungen mit den chinesischen Behörden. Dabei kamen mindestens 150 Menschen ums Leben. In München ist mit dem Uigurischen Weltkongress die wichtigste Exilorganisation angesiedelt. In München leben nach Einschätzung der Gesellschaft für bedrohte Völker 500 bis 600 Uiguren.
mkö/ddp
von Manuel Köppl











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